Werratal-Museum

Märchentheater-Aufführung im Schlosshof

Das Werratalmuseum befindet sich im Schloss zu Gerstungen. Neben dem Herzstück, der einzigartigen Ausstellung bäuerlicher Keramik des mittleren Werratales, beherbergt es umfangreiche und anschauliche Sammlungen zur regionalen Geschichte, Geologie und dem Leben der Bevölkerung in früherer Zeit.

Die guterhaltene Schlossanlage war Amtssitz und wurde wahrscheinlich auf dem Grund und Boden der mittelalterlichen Burganlage errichtet. Burg und Ort Gerstungen, im Grenzland zwischen Hessen und Thüringen gelegen, spielten auf Grund ihres wirtschaftlichen Potentials seit dem 11.Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Nach schwierigen Verhandlungen wurde hier am 2. Februar 1074 der Friede zu Gerstungen zwischen König  Heinrich IV. und den thüringischen und sächsischen Adligen geschlossen.
Ein Teil der ständigen Ausstellung im Werratalmuseum ist dem Bauernkrieg und den damit der frühen Reformation in der Region gewidmet. Die bäuerlichen Forderungen, zusammengefasst in den „Zwölf Artikeln“, waren Ausdruck des erstarkten Selbstbewusstseins der Bauernschaft, die in Martin Luther eine Identifikationsfigur sahen.
Das Amt Gerstungen, seit 1402 thüringisch wurde durch vom Landesherren eingesetzte Amtsvögte verwaltetet. Diese vereinnahmten den Zehnt und sprachen Recht.
So kam es, das während der Unruhen des Jahres 1525 Teile der Bauernschaft des Amtes sich in dem dichten Auwald bei Gerstungen zusammenrotteten und den Amtmann Ludwig von Boineburg zwangen, die „Zwölf Artikel“ anzuerkennen. Die Geschichte des „Schwarzen Haufens“, sein tragisches Ende und vieles andere mehr erfahren Sie im Werratalmuseum.

Öffnungszeiten:

Mai bis Oktober, täglich geöffnet von 14.00 bis 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung

Kontakt:

Werratalmuseum Gerstungen
Sophienstraße 4
99834 Gerstungen

Tel.: 036922 31433 sowie 036922 2450
Fax: 036922 24550
Email: museum@gerstungen.de sowie haupt@gerstungen.de