Lutherbrunnen

Es geschah im Jahr 1537: Martin Luther hatte einen Konvent in Schmalkalden verlassen müssen, weil ihn ein Nierenleiden unerträgliche Schmerzen bereitete und er sich dem Tod nahe glaubte. In Tambach nahm er Quartier im Geleitshof (die Stelle markiert heute der „Lutherstein“). Ein dort verabreichtes Fußbad oder aber vielmehr die rüttelnde Fahrt über den Rennsteig verschafften dem Reformator in der Nacht Linderung. Die Legende jedoch besagt, dass der Genuss des reinen Wassers am „Lutherbrunnen“ im Tammichgrund die Heilung des Martin Luther bewirkte. Seinen Namen erhielt der Brunnen erst am 31. Oktober 1717 anlässlich des Reformationsjubiläums, doch bis heute schwören die Einheimischen auf die heilsame Wirkung und den guten Geschmack des Wassers.