Lutherdenkmal und Lutherbuche im Glasbachgrund

Als Martin Luther am Nachmittag des 4. Mai 1521 auf dem Rückweg vom Reichstag zu Worms in einem Wagen durch den Wald rumpelte, sprengten plötzlich Reiter heran. Sie ergriffen den vollkommen überraschten Luther, setzten ihn auf ein Pferd und entschwanden in Richtung Eisenach. Am Abend desselben Tages traf Luther auf der Wartburg ein, wohin ihn Kurfürst Friedrich der Weise zum Schein entführen ließ.

Die Bestimmung des Ortes, an dem Martin Luther von den Beauftragten des Kurfürsten gestellt wurde, erfolgte wohl erst Jahre nach der Tat. Zur Orientierung diente eine am Fahrweg bei einer markanten Buche hervortretende Quelle. Der Volksmund überlieferte fortan die beiden als „Lutherborn“ und „Lutherbuche“. Nur wenige Autominuten von Steinbach entfernt, ist die Stelle heute außerdem durch einen zehn Meter hohen Obelisken gekennzeichnet, den Herzog Bernard II. von Sachsen-Meinigen 1857 errichten ließ.

Man findet den Weg zum Denkmal unweit der L 1027 von Steinbach in Richtung Ruhla kommend, wo hinter einer Kurve auf der rechten Seite ein entsprechender Wegweiser steht.